Compensators legt 5630 Tonnen CO₂
in einem Jahr still



Wenn wir gefragt werden, was ein kleiner Verein wie Compensators eigentlich ausrichten kann, dann sagen wir gerne: Jede Tonne CO2 die ihr mit Compensators stilllegt, ist eine Tonne die nie in die Atmosphäre gelangt. Und diese Tonne ist gleichzeitig auch ein Votum für eine Welt, in der klimagerechtes Wirtschaften zentral sein soll.

Klar, wenn manch ein Braunkohlekraftwerk pro Sekunde eine Tonne CO2 ausstößt, dann erscheint demgegenüber eine mit Compensators stillgelegte Tonne zunächst einmal wie ein relativ kleiner Beitrag zur notwendigen Klimaneutralität. Aber dieser Beitrag hat einen Effekt, setzt ein Zeichen und gibt einen Impuls dafür, dass der Marktpreis von CO2-Verschmutzungsrechten steigt.

Und hier – am Preis – hat sich eine ganze Menge getan, seitdem Compensators vor etwa einem Jahr mit der neuen, verbesserten Methode an den Start ging. Damals titelte zum Beispiel das Magazin Perspective Daily: „So kannst du deinen CO2-Fußabdruck für 275 Euro ausgleichen“. Damals kostete es 25 Euro eine Tonne CO2 mit Compensators stillzulegen. Heute kosten dieselben 11 Tonnen CO2 831,49 Euro – der Preis an der Zertifikatebörse hat sich also etwa verdreifacht.

(Wie sich der Compensators-Preis zusammensetzt, könnt ihr hier nachlesen.)

Das zeigt: CO2 zu emittieren wird teurer – der Emissionshandel funktioniert. Zusammen mit euch will Compensators erreichen, dass es noch ein bisschen schneller geht und die Industrie stärkere Anreize spürt, emissionsärmer zu arbeiten.

910 Individuen sowie 32 NGOs und Unternehmen haben in den vergangenen 12 Monaten insgesamt 5630 CO2-Zertifikate über Compensators stillgelegt (Stand: 28.09.). Zum Vergleich: Die modernste CO2-Absauganlage in Island soll jährlich 4000 Tonnen CO2 aus der Luft holen und in der Erde speichern, was ungefähr den Emissionen von 900 PKW entspricht. Kosten der Anlage: 10-15 Millionen USD. Das zeigt wieviel günstiger und unkomplizierter es ist, CO2 gar nicht erst in die Atmosphäre zu blasen, denn Compensators arbeitet als ehrenamtlich organisierter Verein für einen winzigen Bruchteil dieser Kosten.

Im vergangenen Jahr haben wir verschiedene Kooperationen angestoßen, um bekannter zu werden und Menschen über den Emissionshandel zu informieren. Zum Beispiel mit der Klimawette, die bis zum Klimagipfel in Glasgow Anfang November mit Spenden eine Million Tonnen CO2 kompensieren möchte. Oder mit dem Ökostromanbieter Lichtblick, der Compensators-Zertifikate verloste. Universitäten haben Forschungsprojekte über den Verein kompensiert, in anderen Projekten bringt Compensators selbst Expertise ein.

Ein wichtiger Pfeiler ist auch die Bildungsarbeit: Ein eigens entwickeltes Planspiel soll bald in Schulen den Emissionshandel für Kinder und Jugendliche erlebbar machen, wo bisher komplizierte Erklärungen und Diagramme reichen müssen. Denn das Wichtigste ist es, viele Menschen darüber zu informieren, dass wir noch mehr Druck auf die Politik brauchen, um deutlich ehrgeizigere Klimaziele zu setzen, die den aktuellen Emissionshandel ergänzen müssen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen.

Wir haben mit Compensators unsere Arbeit auch in die Medien getragen. Die taz empfahl CO2-Zertifikate als Weihnachtsgeschenke, das Greenpeace-Magazin und der Deutschlandfunk Kultur erklärten ihren Leser:innen unsere Compensators-Methode und zuletzt informierte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung über den EU-Emissionshandel und über unseren Verein.

Im kommenden Jahr wollen wir nicht nur so weitermachen, sondern die Zahl der stillgelegten Tonnen trotz steigender Preise noch deutlich erhöhen. Dazu werden wir auch europaweit neue Bündnisse schmieden. Wenn ihr die Arbeit von Compensators unterstützen möchtet, werdet Mitglied und packt mit an! Jede helfende Hand ist willkommen. Wo ihr wohnt, ist dafür ganz egal, denn wir organisieren uns online. Mehr erfährst du hier.

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